Zukunft der Produktentwicklung

Die Komplexität und die Variantenvielfalt werden weiter zunehmen und die Entwicklungszyklen werden immer kürzer. Mit der Digitalisierung technischer vollzieht sich eine komplexitätserhöhende Weiterentwicklung der Mechatronik hin zu vernetzten Produkten mit integrierten oder angebundenen Internet Services.

Um den Umgang mit dieser Komplexität zu beherrschen, ist die Art und Weise, wie wir heute Produkte entwickeln, anzupassen. Es werden ganzheitliche Ansätze benötigt, die eine Vorwärtsvernetzung und Rückkopplung zwischen den beteiligten Fachdisziplinen entlang der Wertschöpfungskette und des Lebenszyklusses sowie über Unternehmensgrenzen hinweg realisieren.

Zukünftiges Engineering erfordert die Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus. Zum einen, um Anforderungen aller Stakeholder möglichst vollständig abzudecken und zum anderen, um neue Dienstleistungen und Services rund um das Produkt zu erzeugen.

Dabei müssen Feedback-Informationen aus der Nutzungsphase aktueller Produkte sowie Informationen aus Planungs- und Beschaffungsprozessen verstärkt einbezogen und bei Anpassungs-, Varianten- bzw. Neuentwicklungen berücksichtigt werden. Ein durchgängiger Einsatz digitaler Produktmodelle und die Verknüpfung von realen und virtuellen Arbeitsprodukten ermöglicht eine Zunahme der virtuellen Produktabsicherung.

Dies impliziert, dass ein Produkt neben der Hardware in immer höherem Maße aus Daten, Modellen und Software besteht, die im Produktentwicklungsprozess parallel zur Hardware erstellt werden müssen.